Eine-Welt-Projekte für Selbsthilfe
– Massai-Schulprojekt –
April 2022
Große Freude bei der 2. Abschlussklasse und ein
herzliches Dankeschön an alle SponsorInnen
Liebe Freundinnen, liebe Freunde,
zum zweiten Mal nach 2020 haben nun Ende 2021 alle SchülerInnen der 8. Klasse der Lalahashi Primary-School in unserem Projektdorf Endonet/Kenia nach 11 Schuljahren (einschließlich drei Vorklassen) die zentrale nationale Abschlussprüfung (etwa Mittlere Reife) bestanden. Einzelne gehen danach in einfache Anlernberufe.
Sie können aber auch auf eine High School übergehen und dort nach weiteren 4 Schuljahren die Hochschulreife erlangen. Anschließend ist noch eine gründliche handwerkliche oder akademische Ausbildung möglich.
Ergebnisse der Berufsausbildung in den letzten Jahren:
– Abgeschlossen und bereits beruflich tätig: 3 Grundschullehrerinnen, 1 Friseuse, 1 Buch-
halterin.
– In Ausbildung: 3 Krankenpflegerinnen, 1 Lehrerin, 1Student/Laborant, 1 Erwachsener
im Zusatzstudium Agrarwissenschaften.
Die Finanzierung zum Besuch der Oberschulen (High Schools mit einfachen Internaten) und der Berufsausbildung vermitteln wir über Schulpatenschaften – vorrangig für Mädchen. Denn Mädchen werden in der Massai-Kultur bisher seltener auf die Schule geschickt als Jungen. Sie sollen traditionell den Müttern bei der Versorgung der jüngeren Geschwister und der Männer zur Hand gehen – und werden leider oft noch früh verheiratet.
So öffnen wir den jungen Menschen, deren Eltern meist noch Analphabeten sind, selbstgewählte Entwicklungsmöglichkeiten und ebnen ihnen sicherere Lebenswege in der modernen Welt. Sie lernen mit Begeisterung und danken ihren Patinnen und Paten herzlich.
Dringend suchen wir neue Schulpaten!
Der zweite Schwerpunkt unserer Unterstützung besteht seit 2016 zunehmend in der Bekämpfung der Folgen des Klimawandels: Dürre, sintflutartiger Regen, Kahlfraß durch Heuschrecken und Termitenbefall sind die zunehmenden Plagen.
Wir finanzieren Schulspeisung zum Frühstück und zum Mittagessen, leisten Nothilfe mit Nahrungsmitteln und Trinkwasser für die Bedürftigsten – Die zunehmend von Termiten zerfressenen Holzwände der ältesten Schulräume müssen aus widerstandsfähigerem Material ersetzt werden.
Nicht erst seit Corona unterstützen wir Gesundheitsfürsorge durch Arztbesuche und kaufen Schutzmasken, Desinfektionsmittel und Hygieneartikel. Eine Impfung für die gefährdetsten Personen des Dorfes finanzierten wir. Eine zweite Impfung durch den Staat konnte von uns erreicht werden.
Erfreulich ist: Diese Hilfsmaßnahmen haben den Massai sehr geholfen und wesentlich dazu beigetragen, dass von den mehr als tausend Einwohnern des Dorfes bisher niemand an Corona oder Hunger erkrankt und gestorben ist. – Dafür gebührt unseren Spenderinnen und Spendern ein ganz besonderer Dank!
Aber: Seit dem unsäglichen Krieg Putins droht eine größere Hungersnot als je zuvor. DennKenia bezieht Mais und Weizen überwiegend aus der Ukraine, und im Krieg wird dort kaum Getreide angebaut. Daher schießt zur Zeit in Kenia der Getreidepreis in die Höhe. – Die Massai sind mehrdenn je auf Nothilfe für Grundnahrungsmittel angewiesen!
Die Situation weckte in mir bei einem Telefonat mit Lilo Defounga Erinnerungen an die Hungerzeit in Berlin nach dem Weltkrieg. Damals wurden vor Hunger und Brennholzmangel die Bäume in den Parks abgeholzt, und in den Vorgärten, Parks und Plätzen Mohrrüben, Kartoffeln und anderes Gemüse angebaut – auch von mir damals Achtjährigem.
SchülerInnen, die wegen der Ferien gerade in Lilos Ferienhaus an der Küste waren, um sich satt zu essen, hörten das von ihr. Sie guckten, wo zwischen Blumen und Bananenbäumen noch Platz war, holten Gartengeräte und Wasserschlauch und bauten Kartoffeln und Gemüse in Selbsthilfe an.
Liebe Freundinnen und Freunde,
wir bedanken uns herzlich für Eure großzügige Hilfe, ohne die wir das alles nicht geschafft hätten. Wir würden uns sehr freuen, wenn Ihr die Massai weiterhin so engagiert unterstützen könntet.
Lilo Defounga Jürgen Minz
Konto: Eine-Welt-Projekte für Selbsthilfe e.V.
Berliner Volksbank,
IBAN: DE54 1009 0000 5203 7470 06
BIC: BEVODEBB
Stichwort: Schulpatenschaft oder Nothilfe für Massaidorf, Endonet/Kenia
Wir sind ein gemeinnütziger Verein. Spenden sind steuerlich absetzbar. – Bitte gebt uns für die Zusendung der Spendenbescheinigung Eure Anschrift an!
Für nachhaltigere Information und Kommunikation wäre Eure eMail-Anschrift hilfreich.
Kontakt: Jürgen Minz, Jenaer Str.17, 10717 Berlin, T. 853 67 69, eMail: <juergen.minz@web.de>
Kontakt: Lilo Defounga, Hessenring 24, 12101 Berlin, T.892 43 53, eMail: <lilodefounga@gmail.com>
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Eine-Welt-Projekte für Selbsthilfe e.V., Oktober 2021
Unser Schulprojekt in Endonet am Kilimandscharo ist
von Hungersnot und 4. Corona-Welle akut bedroht.
Wir bitten dringend um finanzielle Hilfe für
Impfungen und Nahrungsmittel!
Liebe Freundinnen, liebe Freunde,
seit kurzem steht unser Massai-Projekt am Kilimandscharo in Kenia vor der schwersten Herausforderung seit 11 Jahren, als 2010 den Massai wegen der schlimmsten menschengemachten Dürre fast alle Rinder verhungerten und verdursteten.
Denn die neue Delta-Variante der Corona-Pandemie breitet sich derzeit in der Umgebung unseres Projektortes aus und droht auf unser Dorf überzugreifen. In der benachbarten Kleinstadt Oloitokitok, einem Verkehrs-knotenpunkt und Marktort, ist das Krankenhaus überfüllt, und mehrere, insbe-sondere aktivere Männer, sind bereits gestorben. Darunter leider auch der Schwiegervater unseres örtlichen Managers und ein weiterer Verwandter.
Noch ist in unserem Dorf niemand angesteckt. Die Bewohner haben sich in ihre engen Lehmhütten zurückgezogen und Außenkontakte auf das Lebens-notwendige eingeschränkt. Aber ein Minimum an Kontakt ist nicht zu vermeiden, wenn Hygieneartikel oder Lebensmittel besorgt werden müssen.
Wir wollen daher umgehend unsere finanzielle Hilfe für Hygieneartikel und Lebensmittel verstärken. Denn durch die anhaltende Dürre und die Pandemie ist für Ältere und Bedürftige die Suche nach den preiswertesten Lebensmitteln in dem benachbarten Marktort aufwändig und führt zu zahlreicheren, gefährlichen Kontakten. Wir wollen, dass es durch eine nicht zu knappe finanzielle Hilfe und Gemeinschaftseinkäufe durch Jüngere zu weniger gefährlichen Einkaufswegen für Ältere und Bedürftige kommt.
Dringend notwendig ist es, dass Erwachsene, die durch ihre Arbeit häufiger Kontakte mit anderen Personen haben, wie z.B. LehrerInnen und weiteres Schulpersonal, geimpft werden; ebenso ältere Paten-SchülerInnen sowie Auszubildende, die entfernt von Endonet in Bildungsstätten größerer Orte lernen und wohnen. Das sind insgesamt etwa 50 Personen.
Das Impfen ist in Kenia aus Mangel an Impfstoff und medizinischem Personal jedoch sehr schwierig. Es sind bisher nur 5,5% der Einwohner einmal und 1,76% zweimal geimpft (bei insgesamt 55 Mill. Einwohnern). Die Impfkosten sind im Vergleich zu Deutschland teuer und für die ärmere Bevölkerung kaum bezahlbar: ca. 50,- bis 70,- € bei zweimaliger Impfung.
Unsere Massai mussten zusätzlich einen Bus chartern für die Fahrt in ein 100 km entferntes Hospital und dort für die Erstimpfung unserer Gruppe von 50 Personen 1000,- € zahlen. – Vom kenianischen Staat und großzügig versprochener internationaler Hilfe ist derzeit leider nichts zu erwarten.
Wir verstehen unser Massai-Projekt als globale Nachbarschaftshilfe. Ein Nachbar wird dem Nachbarn nicht nur aus moralischen Gründen immer helfen. Er weiß: Wenn des Nachbarn Wohnung brennt und Feuer keine Grenzen kennt, wird es auch seine Wohnung nicht verschonen.
So ist es auch in unserem weltweiten globalen Dorf: Der menschengemachte Klimawandel mit Dürre und Überflutungen kennt wie die Pandemie keine Grenzen, wenn wir ihm – bzw. unserem selbstzerstörerischen Tun und Konsum – nicht Grenzen setzen.
Unsere Hilfe zur Selbsthilfe für Gesundheit, Bildung und nachhaltigen Ackerbau bei unseren Nachbarn in Kenia am Kilimandscharo ist im Doppelsinn auch eine Hilfe für uns selbst:
Hilf Deinem globalen Nachbarn und Du hilfst Dir selbst.
Wir danken Euch und würden uns sehr freuen, wenn ihr die Massai in ihrer außergewöhnlichen Notlage weiterhin unterstützen könntet.
Mit freundlichen Grüßen,
Lilo Defounga und Jürgen Minz
Spendenkonto:
Eine-Welt-Projekte für Selbsthilfe e.V.
Berliner Volksbank
IBAN: DE54 1009 0000 5203 7470 06 BIC: BEVODEBB
Stichwort: Spende für Massaidorf Endonet/Kenia/Schule
Wir sind ein gemeinnütziger Verein. Spenden sind steuerlich absetzbar.
(Bitte gebt uns bei Spenden Eure Anschrift an für die Zusendung der Spendenbescheinigung.)
Kontakt:
Lilo Defounga, Hessenring 24, 12101 Berlin, Tel.: 892 43 53
eMail: lilodefounga@gmail.com
Jürgen Minz, Jenaer Str. 17, 10717 Berlin, Tel. 853 67 69
eMail: juergen.minz@web.de
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Eine-Welt-Projekte für Selbsthilfe e.V., November 2020
Ein Beispiel für globale Nachbarschaftshilfe
und ein herzlicher Dank
an alle Spenderinnen und Spender
– Wir suchen Schulpaten –
Liebe Freundinnen, liebe Freunde,
Nachdem in Kenia ab März die Schließung aller Schulen erfolgte, wurde ab August der Lockdown wieder gelockert. In Klasse 4 und Klasse 8 unserer Grundschule konnte der Unterricht stattfinden. – Unseren Schülern haben wir beim Kauf von Desinfektionsmitteln, Wasser und Seife sowie zum Nähen von Baumwollmasken finanziell geholfen.
Die Lernlücken sind durch die vorherige Schulschließung aber erheblich angewachsen, leider auch bei den SchülerInnen unserer 8.Klasse, der Abschlussklasse zum Übergang auf die Oberstufen der weiterführenden Schulen. – Ohne die Finanzierung neuer Bücher ist daher das Aufholen des Stoffes für erfolgreiche Aufnahmeprüfungen kaum möglich. Eine zusätzliche Lehrerin haben wir bereits zur Nachhilfe und Vorbereitung eingestellt.
Wir wünschen uns, dass möglichst alle SchülerInnen die Aufnahmeprüfung für die weiterführenden Schulen bestehen. Bei guten Prüfungen gehen sie auf eine Oberstufe, die nach 4 Jahren zum Studium führen kann. Bei geringeren Prüfungsergebnissen gehen sie nach Besuch einer Praktischen Oberstufe in eine Berufsausbildung. – Die Oberstufen liegen in der weiteren Umgebung und sind mit einem einfachen Internat verbunden.Vorrang haben dabei die stark benachteiligten Mädchen. Sie sind durch die zeitweilige örtliche Distanz von den Eltern und die Aufklärung der LehrerInnen besser vor Frühverheiratungen und den traumatischen und lebensgefährlichen Genitalbeschneidungen geschützt, die leider trotz gesetzlichen Verbots manchmal noch stattfinden. Der Besuch der Schulen ist mit Kosten verbunden, die die Eltern bei bestem Willen nicht aufbringen können. Die SchülerInnen wünschen sich daher mit ihren Eltern sehnsüchtig eine Schulpatin oder einen Schulpaten.
Die Kosten betragen in der Regel 50,- € monatlich. In Einzelfällen könnte der Verein einen Teil der Kosten übernehmen, oder die Patenschaft könnte mit einer befreundeten Person geteilt werden.
Eine sehr erfreuliche Nachricht: Unsere Hilfsmaßnahmen (Hygienemittel und monatliche Nahrungsmittelhilfe für die bedürftigsten und ältesten Dorfbewohner) haben den Massai sehr geholfen und wesentlich dazu beigetragen, dass von den mehr als tausend Einwohnern des Dorfes niemand an Corona oder Hunger erkrankt und gestorben ist. Dafür gebührt unseren Spendern ein ganz besonderer Dank!
Mit Blick in die Zukunft werden wir die Wasserversorgung verbessern. Wir sind dabei eine Trinkwasserquelle zu erschließen und wollen das zeitweilig überschwemmende, aber zu unregelmäßige Regenwasser in Teichen und Wassercontainern speichern. Nur dann können die Massai eine kontinuierliche Landwirtschaft betreiben. Sie ermöglicht unabhängige und sicherere Selbstversorgung auch in Zeiten des Klimawandels und kann das wirtschaftliche Fundament für Dorf und Schule sein. – In Nachbardörfern hat sich herumgesprochen, dass unsere SchülerInnen glücklich und erfolgreich lernen und einige schon LehrerInnen in ihrer eigenen Schule geworden sind. 2 Mädchen wollen Krankenschwester und Ärztin werden. 25 Kinder aus Nachbardörfern besuchen bereits unsere Schule!
Wir hoffen, dass die Massai sich mit unserer Hilfe eine gute Lebensgrundlage schaffen können, die verhindert, dass sie sich aus Not auf den lebensgefährlichen Weg nach Europa in eine ungewisse Zukunft begeben.
Mit herzlichem Dank für Eure Unterstützung
und besten Wünschen für Eure Gesundheit
Lilo Defounga und Jürgen Minz
Spendenkonto: Eine-Welt-Projekte für Selbsthilfe e.V.
Berliner Volksbank
IBAN: DE54 1009 0000 5203 7470 06 BIC: BEVODEBB
Stichwort: Spende für Massaidorf Endonet/Kenia/Schule
Wir sind ein gemeinnütziger Verein. Spenden sind steuerlich absetzbar.
(Bitte gebt uns bei Spenden Eure Anschrift an für die Zusendung der Spendenbescheinigung.)
Kontakt: Lilo Defoung@a, Hessenring 24, 12101 Berlin, Tel.: 892 43 53
eMail: lilodefounga@gmail.com
Jürgen Minz, Jenaer Str. 17, 10717 Berlin, Tel. 853 67 69
eMail: juergen.minz@web.de
